Wie man sein Rad richtig pflegt

Share This Article

Eigentlich sollte vor jeder Ausfahrt das Bike gecheckt werden, insbesondere aber, wenn eine längere Tour ansteht. Folgende Punkte sollten Sie dabei im Blick haben:

Grundreinigung: Ein sauberes Rad sieht nicht nur besser aus, es lassen sich beim Reinigen auch etwaige Schäden, wie Risse entdecken. Zudem macht es im Falle einer Panne natürlich mehr Spaß, an einem sauberen Rahmen zu arbeiten. Zum Grundreinigen eignet sich am besten lauwarme Seifenlauge. Hochdruckreiniger sind tabu! Hartnäckigem Schmutz kann man mit speziellem Entfetter begegnen

Alles im Lack: Wenn das Rad trocknen ist, kann man sollten Sie mit Pflegemitteln nacharbeiten. Die Oberflächen werden gründlich gereinigt und gleichzeitig versiegelt. Mit einer waschbeständigen Hightech-Nano-Oberflächenversiegelung bleibt neuer Dreck schlechter haften und eine spätere Reinigung wird deutlich leichter. Universal-Pflegeprodukte kosten zirka 8 bis 15 Euro.

Luftdruck: Während längerer Standzeit geht den Reifen auch ohne Loch naturgemäß langsam die Luft aus. Eine Standpumpe mit integriertem Manometer schafft vor der ersten Ausfahrt nach dem Bike-Winterschlaf Abhilfe und ist ohnehin ein Muss in jedem Haushalt mit Fahrradbeteiligung. Pumpen Sie die Reifen stets prall auf, bis zum Maximaldruck, der an der Seite jedes Reifens in bar oder psi (1 bar = 14 psi) angegeben ist. Ein stramm gefüllter Reifen rollt leichter ab, schont damit die Felge und verhindert zudem eher einen Platten. Der Druck lässt sich jederzeit mit einem handelsüblichen Luftdruckmesser nachprüfen. 2,5 bis 3,5 Bar gelten für Mountainbikes, 3,0 bis 4,0 Bar für Citybikes. Pauschal gilt: Je breiter der Reifen, desto niedriger der Druck.

Gut geschmiert: Regelmäßiges Schmieren der Kette erhöht deren Lebensdauer. Bereits rostige Ketten sind ein Fall für den Schrott, denn sie laufen nie wieder richtig geschmeidig. Lagerte sich auf der Kette eine Mischung aus Öl, Fett und Dreck ab, muss sie zunächst gereinigt werden – am besten mit einer alten Zahnbürste und Entfetter. Im Anschluss wird sie mit speziellem Kettenöl, wie Silikon- oder Teflon-Sprays geschmiert, idealerweise per Sprühschlauch für sparsames Dosieren. Tipp: Auftragen direkt über dem Zahnkranz verhindert, dass Öl auf die Felgen tropft und damit die Bremswirkung beeinträchtigt.

Kräftige Bremsen: Der erste Blick geht auf die Bremsschuhe. Diese sollten wenigstens 3 mm „Fleisch“ aufweisen und je Seite nicht mehr als zwei Millimeter Abstand von der Felge aufweisen. Zudem sollten sie beim Bremsen mit voller Fläche aufliegen. Wenn die Reibflächen verglast sind (erkennbar am leichten Glanz), lässt die Bremswirkung nach. Hierzu hilft Schmirgelpapier, mit dem die Innenseiten der Bremsschuhe angeraut werden.
Tags:

Share This Article